Sonntag, 25. November 2012

Galaxy Print Shirt

Im Übergang von 2011 zu 2012 wurde dann auch die deutsche Modewelt vom Galaxy-Print-Trend erfasst. Modeschöpfer wie Christopher Kane waren Vorreiter dieses Trends. Etliche Blogs, Youtube-Channels und DIY-Communities haben diesen Trend aufgegriffen und HowTo's, Anleitungen und Tutorials veröffentlicht.

Im ersten Schritt wird ein dunkles, meist schwarz oder blaues, T-Shirt mit Bleiche behandelt. Hierfür wird die Bleiche in eine Sprühflasche umgefüllt. Um das T-Shirt nur einseitig zu behandeln, ist es empfehlenswert, ein Stück Pappkarton in das T-Shirt zu legen und erst dann zu beginnen. Die Behandlung der T-Shirts mit Bleiche sollte aufgrund der Dämpfe im Freien stattfinden. Auch ist es empfehlenswert Handschuhe und, je nach Alter der Schaffenden, Schutzbrillen zu verwenden, da die Sprühflasche teilweise unberechenbar ist.

Bereits nach kurzer Zeit bilden sich helle Flecken. Je nach Stoffart des T-Shirts können diese von weiß, über rot, braun bis rostbraun aussehen. Nachdem das T-Shirt bleibt nach der Behandlung mit Bleiche ca. 15 Minuten im Freien liegen. Anschließend muss es einmal bei entsprechender Waschanleitung gereinigt werden, sodass die restliche Bleiche aus dem T-Shirt sowie der Bleichegeruch herausgewaschen werden. Das T-Shirt muss unbedingt allein - ohne andere Kleidung - gewaschen werden!

Im nächsten Arbeitsschritt werden die T-Shirts mit Textilfarbe bearbeitet. Durch die vorherige Behandlung mit Bleiche sollten sie eine Struktur tragen, die vergleichbar mit galaktischen Nebeln ist. Stellen, die mit mehr Bleiche behandelt wurden, sind entsprechend heller, als Stellen, die weniger Bleiche getragen haben. Einzelne Spritzer der Bleiche haben sternenähnliche Formen gebildet. Für die Bearbeitung mit Textilfarben muss das T-Shirt komplett trocken sein und sollte bestenfalls einmal glatt gebügelt worden sein.

Während der Arbeit mit den Textilfarben müssen die Fenster geöffnet sein, sodass ein Durchzug gewährleistet ist. Ansonsten ist die Arbeit im Freien empfehlenswert. Die Textilfarben, in diesem Fall weiß und hellblau, sind speziell für dunkle Stoffe ausgeschrieben. Dementsprechend sind sie sehr deckend. Hellere Farbnuancen des Blaues lassen sich durch Mischen mit Weiß auf einer Palette herstellen. Für Farbpaletten eignen sich Pappkartonplatten vom Bäcker. Zum Auftragen der Farben können einfache Küchenschwämme verwendet werden, die klein geschnitten wurden. Die Küchenschwämme bieten den Vorteil, dass sie sowohl eine raue als auch eine glatte Struktur zum Auftragen der Farben besitzen.

Besonders die raue Struktur kann hilfreich beim Bearbeiten der bereits auf das T-Shirt aufgetragenen Farbe sein. Für die blauen und weißen Nebel auf dem Galaxy-Print-Shirt wird nur sehr wenig Farbe benötigt. Mit der weichen Seite des Schwammes wird die Farbe von der Palette auf das T-Shirt übertragen und mithilfe der rauen Seite auf diesem verteilt. Hierzu ist es hilfreich das T-Shirt zwischen zwei Fingern zu strecken, also zu spannen, und mit der anderen Hand mittels der groben Seite des Schwamms die Farbe zu verteilen.

Mit kleinen Holzstäbchen, die beim Bäcker zum Umrühren des Kaffees angeboten werden, werden abschließend einzelne weiße Flecken aufgetragen, die hell leuchtende Sterne darstellen. Kleine länger gestrichene Linien können Sternschnuppen oder Kometen darstellen. Auch ist es möglich größere Nebelbänke mithilfe der Schwämme zu zeichnen.
Die T-Shirts sollten nach dem Auftragen der Textilfarbe ca. 45 Minuten im Freien antrocknen und anschließend mindestens 24 Stunden zum Trocknen aufgehängt werden. Nach Ablauf dieser 24 Stunden sollte die Textilfarbe zusätzlich durch Bügeln des linksgezogenen T-Shirts fixiert werden. Abschließend wird das T-Shirt erneut einzeln gemäß Waschanleitung gewaschen.




Maßgaben:
materielle Maßgaben:
  • dunkelblaues oder schwarzes T-Shirt
  • Textilbleiche in einer Sprühflasche (Handschuhe, Schutzbrille)
  • Textilfarbe für dunkle Textilien in weiß und blau
  • Holzstäbchen und Schwämme zur Übertragung der Textilfarbe auf das T-Shirt

inhaltliche Maßgaben:

  • galaktische Nebelbänke und -wolken, Sterne, Kometen, Sternschnuppen - hierfür vorher Teleskopaufnahmen des Welltalls betrachten und besprechen!

methodische Maßgaben:
  • mithilfe des Schwammes werden mit weißer und blauer Textilfarbe galaktische Nebelbänke und -wolken gebildet - hierfür vorher Übungen auf dem Papier anbieten!
  • mithilfe des Holzstäbchen werden Sterne sowie Kometen gezeichnet